Am 4. Juli 2025 war es soweit: Österreichweit stellten sich 12.394 Kandidat:innen dem diesjährigen Medizin-Aufnahmetest an den vier Medizin-Universitäten in Wien, Graz, Innsbruck und Linz. Für das Studienjahr 2025/26 stehen nur 1.900 Studienplätze zur Verfügung – statistisch gesehen kämpfte also jede sechste Person um einen begehrten Platz im Medizinstudium. Ursprünglich hatten sich sogar 15.668 Personen angemeldet.
Wir von medBuddy haben die Rückmeldungen unserer Nutzer:innen gesammelt und den Test genau analysiert. In diesem Artikel bekommst du den vollständigen MedAT 2025-Rückblick: Was war schwer? Was war überraschend? Und was bedeutet das für deine Vorbereitung auf den MedAT 2026?
Das Wichtigste zum MedAT 2025 auf einen Blick
| Fakt | Details |
|---|---|
| Datum | 4. Juli 2025 |
| Teilnehmer:innen | 12.394 (von 15.668 Angemeldeten) |
| Studienplätze österreichweit | 1.900 (Human- & Zahnmedizin) |
| Schwierigkeit | Leichter als 2024 |
| Geschätzte Bestehensgrenze | ca. 75–80 % |
| Ergebnisveröffentlichung | 5. August 2025 |
| Größte Neuerung | Gong-Signal 2 Min. vor Untertest-Ende (Wien) |
Anmeldungen und Teilnahme pro Universität 2025
| Universität | Anmeldungen | Teilgenommen | Davon Frauen | Davon Männer |
|---|---|---|---|---|
| MedUni Wien | 7.729 | 6.183 | 4.894 | 2.835 |
| MedUni Innsbruck | 3.238 | 2.422 | 2.075 | 1.163 |
| Med Uni Graz | 2.617 | 2.135 | 1.626 | 991 |
| Med. Fakultät JKU Linz | 2.084 | 1.654 | 1.302 | 782 |
| Gesamt | 15.668 | 12.394 |
Auffällig: Mit 12.394 von 15.668 Angemeldeten (ca. 79 %) war die Erscheinungsquote etwas niedriger als man erwarten könnte – ein bekanntes Phänomen, das sich über die Jahre konstant hält. Zudem bewerben sich deutlich mehr Frauen um einen Medizinstudienplatz als Männer.
BMS (Basiskenntnistest): Solider Test ohne böse Überraschungen
Beginnen wir mit den Neuigkeiten, die viele aufatmen ließen: Der BMS-Teil 2025 war spürbar zugänglicher als im Vorjahr. Wer den MedAT 2024 als Maßstab nimmt, wird sich über den Schwierigkeitsgrad gefreut haben.
Biologie bewegte sich auf einem soliden Grundlagenniveau. Die abgefragten Themen lagen klar im Bereich klassischer Biologie-Grundlagen: Genetik und Vererbung, Zellbiologie, Anatomie des menschlichen Körpers, Immunologie sowie Sinnesorgane und Neurophysiologie. Wer sich mit dem Standardrepertoire der MedAT-Vorbereitung auseinandergesetzt hatte, fand hier viele vertraute Themengebiete – ohne unangenehme Ausreißer in Richtung Spezialkenntnisse. Vereinzelt gab es neue Akzente, etwa im Bereich Onkologie und Genetik, die in früheren Jahren weniger präsent waren.
Chemie blieb im gewohnten Rahmen: Quantenmechanische Grundlagen, Redoxreaktionen, organische Stoffgruppen, Stöchiometrie und das Periodensystem waren die zentralen Themenblöcke. Wer die Kernbereiche der Chemie solide beherrschte, kam hier gut durch.
Physik prüfte dieses Jahr Verständnis statt Detailwissen. Im Mittelpunkt standen klassische Mechanik, Thermodynamik, Optik und Elektrizitätslehre – alles Bereiche, die sich mit einem guten Grundlagenverständnis sicher bearbeiten ließen.
Mathematik zeigte sich ebenfalls gut machbar. Dosierungsrechnungen, Einheitenumrechnungen, Vektoren und grundlegende Funktionslehre dominierten – keine komplexen Logarithmen oder stark verschachtelten Textbeispiele.
Die wichtigste Neuerung im BMS 2025: Keine Kombinationsaufgaben mehr
Das ist eine bedeutsame Änderung: Kombinationsaufgaben, die in früheren Jahren bis zu einem Viertel des BMS ausmachten, wurden 2025 komplett weggelassen. Das hat den Teil erheblich vereinfacht – und ist ein Punkt, den du für die Vorbereitung auf den MedAT 2026 unbedingt im Kopf behalten solltest (ob diese Änderung dauerhaft ist, bleibt aber noch abzuwarten).
Textverständnis: Langer Atem gefragt
Im Testteil Textverständnis setzte sich ein Trend der letzten Jahre fort: Die Texte werden länger. Wer alle Texte zweimal lesen wollte, geriet in ernsten Zeitdruck. Die Themen selbst – etwa PFAS-Chemikalien, Neandertaler-Forschung oder Grönlands Eisschmelze – waren inhaltlich gut zugänglich und stammten überwiegend aus Tageszeitungen, nicht aus Fachzeitschriften.
Die eigentliche Herausforderung lag wie immer in der Kombination aus Textlänge und verschachtelten Antwortmöglichkeiten. Textverständnis war damit laut vielen Teilnehmer:innen der subjektiv schwierigste Untertest des MedAT 2025 – nicht wegen des Inhalts, sondern wegen des Zeitdrucks.
KFF (Kognitive Fähigkeiten und Fertigkeiten): Vorhersagbar und strukturiert
Der KFF-Teil hielt dieses Jahr kaum Überraschungen bereit – eine gute Nachricht für alle, die strukturiert geübt hatten.
Figuren zusammensetzen: Die Sorge vor komplett neuen Figurtypen erwies sich als komplett unbegründet. Bis auf das Rechteck tauchten keine der 2024 neu eingeführten Formen (Dreiecke, Parallelogramme, …) in den Antwortoptionen auf. Die Teile waren zudem größer als im Vorjahr, was das Zusammensetzen erleichterte. Bekannte Strategien für Vielecke und Kreisfiguren funktionierten einwandfrei.
Zahlenfolgen: Auch hier gab es nichts grundlegend Neues. Dreier-Sprünge dominierten und waren gut zu identifizieren. Etwas schwieriger waren unregelmäßige Überspringmuster sowie eine Aufgabe mit den Mischsystemen, die 2024 erstmals auftauchten.
Wortflüssigkeit: Die gesuchten Begriffe lagen im gewohnten Schwierigkeitsbereich. Einige der 15 Wörter aus dem MedAT 2025 waren Begriffe wie Illusion, Nordlicht, Nachahmung oder Definition.
Wer unsere Wortflüssigkeits-Übungen auf der Lernplattform absolviert hatte, wird viele dieser Wörter wiedererkannt haben. Das zeigt einmal mehr: Gezielte Vorbereitung mit der richtigen Materialauswahl zahlt sich direkt aus.
Gedächtnis & Merkfähigkeit: 8 Personen mit Bild, Name, Geburtstag, Blutgruppe, Allergien, Ausweisnummer und Ausstellungsland – alles klar unterscheidbar und im gewohnten Rahmen. Die Fragen testeten das Verknüpfen verschiedener Merkmale, z.B. Blutgruppen mit anderen Eigenschaften oder das Wiedererkennen von Personen anhand ihres Bildes.
Implikationen erkennen: Die bekannten Muster aus der Vorbereitung. Keine Überraschungen.
SEK (Sozial-emotionale Kompetenzen): Alles beim Alten
Der SEK-Teil hielt sich 2025 vollständig an das bekannte Format. Die Szenarien bewegten sich wie gewohnt im medizinischen und zwischenmenschlichen Umfeld:
Emotionen regulieren (ER): Typische Situationen waren z.B. eine Ärztin im OP, die trotz langer Erfahrung Nervosität spürt oder ein Arzt, der am Vorabend eines schwierigen Patientengesprächs nicht einschlafen kann.
Emotionen erkennen (EE): Hier mussten Gefühle wie Schuld, Scham, Dankbarkeit, Zuversicht oder Enttäuschung in konkreten Alltagssituationen identifiziert werden – etwa jemand, der versehentlich ein Kleidungsstück in der Waschmaschine schrumpfen lässt.
Soziales Entscheiden (SE): Klassische Zielkonflikte zwischen persönlichen Verpflichtungen und beruflichen Anforderungen.
Für Teilnehmer:innen, die unsere strukturierten SEK-Leitfäden genutzt haben, war dieser Teil gut zu bewältigen.
Die neue Gong-Funktion: Orientierung oder Stressfaktor?
Eine kleine, aber bemerkenswerte Neuerung: Zwei Minuten vor Ende jedes Untertests ertönte ein Gong-Signal. Die Reaktionen darauf waren geteilt. Viele empfanden es als hilfreiche Orientierung – besonders beim zeitintensiven Textverständnis-Teil. Andere fanden das akustische Signal in der Schlussphase eines Untertests eher stressig.
Unser Fazit: Eine sinnvolle Maßnahme. Wer das Signal mental vorbereitet hat (und es nicht als Panikauslöser interpretiert), kann die letzten zwei Minuten effektiver nutzen – z.B. um Antworten nochmals zu übertragen oder eine vergessene Frage zu beantworten.
Was wirklich den Unterschied gemacht hat
Wenn der MedAT leichter ist als in Vorjahren, rücken andere Faktoren stärker in den Vordergrund:
Mentale Stärke: Die Atmosphäre in der Messehalle mit tausenden Personen ist für viele überwältigend. Über sieben Stunden Konzentration aufrechtzuerhalten – das ist eine mentale Leistung, die häufig unterschätzt wird. Wer sich von der Kulisse einschüchtern ließ, hat Punkte liegen gelassen, die inhaltlich drin gewesen wären.
Routine durch Testsimulationen: Je vertrauter du mit dem Testformat bist, desto weniger Energie verschwendest du auf Orientierung – und desto mehr kannst du auf die inhaltlichen Aufgaben fokussieren. Der Vorteil einer realistischen Testumgebung zeigt sich besonders dann, wenn der Test selbst keine großen Überraschungen bietet.
Zeitmanagement: Beim Textverständnis entschied die Fähigkeit, auch mal eine schwierige Frage zu überspringen und später zurückzukehren, über den Erfolg. Wer sich festgebissen hat, riskierte am Ende unbearbeitete Aufgaben.
Bestehensgrenze MedAT 2025: Was brauchst du?
Da der Test 2025 fairer und zugänglicher war als in vielen Vorjahren, liegt die geschätzte Bestehensgrenze entsprechend höher. Erste Einschätzungen gehen von 75 bis 80 % aus – an manchen Standorten und in manchen Kontingenten möglicherweise sogar etwas darüber.
Das bedeutet: Ein Ergebnis, das in einem schweren Jahr gereicht hätte, kann in einem leichten Jahr knapp sein. Die Konkurrenz schläft nicht – und das ist dein wichtigstes Argument für eine gründliche, strukturierte Vorbereitung, egal wie leicht oder schwer der Test in einem Jahr ausfällt.
Unser Fazit: MedAT 2025 – Fair, aber kompetitiv
Der MedAT 2025 war inhaltlich fair und gut strukturiert. Es gab keine bösen Überraschungen, keine Fangfragen, keine unbekannten Formate. Das ist die gute Nachricht.
Die Kehrseite: Ein leichterer Test bedeutet eine höhere Bestehensgrenze. Wer in dieser Runde einen Studienplatz bekommen wollte, musste tatsächlich zu den Besten gehören – nicht nur zu den Gut-Vorbereiteten.
Für alle, die bereits teilgenommen haben: Herzlichen Glückwunsch zu einem fairen Test! Jetzt heißt es abwarten, bis die Ergebnisse (seit 5. August 2025 abrufbar) alle Fragen beantworten.
Deine Vorbereitung auf den MedAT 2026
Die Erkenntnisse aus dem MedAT 2025 fließen direkt in unsere Vorbereitungsmaterialien ein. Hier sind unsere wichtigsten Empfehlungen:
1. Frühzeitig starten. Idealerweise beginnst du spätestens im Jänner/Februar 2026 mit deiner Vorbereitung. Sechs Monate strukturiertes Lernen machen einen enormen Unterschied.
2. BMS-Grundlagen festigen. Auch wenn 2025 kein Detailwissen abgefragt wurde – das kann sich ändern. Wer ein breites Fundament hat, ist für beide Szenarien gewappnet.
3. Zeitmanagement trainieren. Textverständnis bleibt der zeitkritischste Untertest. Übe aktiv, schnell zu lesen, Fragen zu priorisieren und klug zu überspringen.
4. Testsimulationen nutzen. Routine ist kein Glück – sie ist das Ergebnis von Wiederholung. Unsere realistischen Testsimulationen bilden die Testbedingungen so genau nach, dass du am Testtag keine Überraschungen erlebst.
5. Mental vorbereiten. Übe das Arbeiten unter Zeitdruck und in einer lauten Umgebung. Die Messehalle ist kein stiller Bibliothekstisch.
Starte deine Vorbereitung auf den MedAT 2026 jetzt – mit unserer Lernplattform, dem Vorbereitungskurs und unseren Testsimulationen. Dein Medizinstudium wartet auf dich. 🚀
Häufige Fragen zum MedAT 2025 (FAQ)
Wann war der MedAT 2025?
Der MedAT 2025 fand am 4. Juli 2025 statt.
Wie viele Personen haben am MedAT 2025 teilgenommen?
Insgesamt 12.394 Kandidat:innen haben den Test geschrieben (von 15.668 Angemeldeten). Aufgeteilt auf die Standorte: Wien 6.183, Innsbruck 2.422, Graz 2.135, Linz 1.654.
Wie viele Studienplätze gibt es beim MedAT 2025?
Für das Studienjahr 2025/26 stehen insgesamt 1.900 Studienplätze in Human- und Zahnmedizin zur Verfügung.
Wie hoch war die Bestehensgrenze beim MedAT 2025?
Die Bestehensgrenze wird auf ca. 75–80 % geschätzt. Genaue Werte je nach Standort und Kontingent liegen nach Ergebnisveröffentlichung am 5. August 2025 vor.
War der MedAT 2025 schwerer oder leichter als 2024?
Der MedAT 2025 war deutlich leichter als der MedAT 2024. Besonders im BMS fielen die Kombinationsaufgaben weg, und die Biologiefragen bewegten sich auf Grundlagenniveau. Die Bestehensgrenze war dafür höher.
Was war die größte Neuerung beim MedAT 2025?
Die größte Neuerung war das neue Gong-Signal zwei Minuten vor Ende jedes Untertests, das als Zeitwarnung dienen soll. Außerdem gab es erstmals keine Kombinationsaufgaben im BMS-Teil.
Wann kommen die Ergebnisse des MedAT 2025?
Die Ergebnisse wurden ab dem 5. August 2025 veröffentlicht und waren im jeweiligen Online-Account der Universitäten abrufbar.
Foto-Credit: Medizinische Universität Wien/APA-Fotoservice/Rudolph; Fotograf/in: Roland Rudolph